Best Practices Kann Softwaremanagement einen Beitrag zu nachhaltigem Handeln leisten?

17. September 2020 – Hirsa Navid
Kann Softwaremanagement einen Beitrag zu nachhaltigem Handeln leisten?

Mit ihrem Engagement im Rahmen des diesjährigen Confare CIO Summits, der unter dem Motto „Reduce, Reuse, Recycle“ stand und die besondere Verantwortung der CIOs für nachhaltiges Handeln in der Wirtschaft thematisierte, hat die Relicense AG den Verantwortungsträgern in den Unternehmen einen Weg aufgezeigt, wie auch im Softwaremanagement Begriffe wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine Entsprechung finden können.

Der Earth Overshoot Day

Die Dringlichkeit eines von solchen Maximen geleiteten Handelns auf allen Ebenen verdeutlicht wohl am eindrücklichsten das Konzept des „Earth Overshoot Day“, zu Deutsch “Erdüberlastungstag”. Dieses besondere Datum bezeichnet den Tag eines laufenden Jahres, an dem der Verbrauch der nachwachsenden Rohstoffe deren natürliche Reproduktion übersteigt. Je früher dieser Tag im Jahresverlauf ansteht, umso bedrohter der Erhalt unserer Lebensgrundlage.

1970 wurden in dieser Betrachtung erstmals die Ressourcen unseres Planeten überlastet. Der Overshoot Day fiel damals auf den 29. Dezember. Wie dramatisch die Entwicklung in den letzten 50 Jahren verlaufen ist, verrät das EOD Datum des vergangenen Jahres: 29. Juli 2019. Dass sich der Termin im laufenden Jahr um rund einen Monat nach hinten verschoben hat, ist leider kein Indiz für eine nachhaltige Trendumkehr, sondern hat seinen Grund in einer weiteren globalen Katastrophe: Dem durch Corona Pandemie verursachten Lockdown ganzer Volkswirtschaften.

Ressourcenschonung auf allen Ebenen notwendig

Wirkungsvolle Maßnahmen zur Ressourcenschonung sind also von vitaler Bedeutung. Entscheidend ist dabei ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Energie, die für die Produktion sowie den Ge- und Verbrauch industriell hergestellter Produkte benötigt werden. Dabei sind es nicht nur die großen Faktoren wie die Reduzierung fossiler Brennstoffe, die Minimierung des Schadstoffaustausches, die Vermeidung schädlicher Verpackungsmaterialien oder die Verkürzung von Transportwegen, die einen Beitrag zur Bewältigung dieser globalen Herausforderung leisten. Zahllose weitere, auf den ersten Blick vielleicht unbedeutend erscheinende Maßnahmen können das ihrige dazu ebenfalls beitragen – und wenn sie nur lebendiger Ausdruck eines dringend notwendigen Paradigmenwechsels sein sollten.

So gut wie neu: Digitales Recycling

Einen solchen kleinen Beitrag kann auch ein nachhaltigerer Umgang mit Software leisten. Denn auch in diesem Wirtschaftszweig gibt es Alternativen zur Ex- und Hopp-Mentalität und deren negativen Implikationen. Statt also im Bedarfsfall automatisch beim Hersteller anzuklopfen und teure Neulizenzen anzufragen, ist es mehr als eine Überlegung wert, sich auf dem Markt für sogenannte Gebrauchtsoftware umzuschauen. Dieses „digitale Recycling“ hat nicht nur den Vorteil, dass es mit erheblichen Kostenvorteilen verbunden ist, sondern es besticht zudem durch den Umstand, dass es keinerlei funktionale Unterschiede zu neuer Software gibt. Unternehmen können dabei selbstverständlich nicht nur als Käufer gebrauchter Lizenzen auftreten. Sie können ebenfalls nicht mehr benötigte Software, etwa nach einem Wechsel in die Cloud oder im Zuge von Mergern und Akquisitionen, gewinnbringend wieder veräußern. Bei Kauf wie Verkauf sollte allerdings unbedingt darauf geachtet werden, dass diese Transaktionen über ein darauf spezialisiertes Unternehmen wie die europaweit tätige Relicense AG abgewickelt werden. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass allen rechtlichen und formalen Bedingungen vollumfänglich entsprochen wird.

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