Best Practices Die Zeit für Windows 7 ist abgelaufen: Diese 5 Optionen haben Unternehmen jetzt

29. Januar 2020 – Michael Vilain
Die Zeit für Windows 7 ist abgelaufen: Diese 5 Optionen haben Unternehmen jetzt

Am 14. Januar war es soweit, Microsoft hat offiziell die Unterstützung für Windows 7 eingestellt. Seit diesem Stichtag bleiben die für die Sicherheit wertvoller Unternehmensdaten essenziellen automatischen Security Updates aus. Zwar hat sich die Mehrzahl der Unternehmen schon seit längerem auf diesen Termin eingestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen, hunderttausende von kleinen wie großen Firmen vertrauen jedoch auch nach Ablauf des Supportendes aus verschiedenen Gründen immer noch auf den Betriebssystem-Saurier. Manche tun dies aus einer gewissen Trägheit, manche aus einer Fehlinterpretation der alten „Never touch a running system“-Maxime, und wiederum andere, weil Teile der vorhandenen Software-Infrastruktur nicht mit dem moderneren Windows 10 kompatibel sind.

Zwar bietet Microsoft allen der genannten Fälle die kostenpflichtige Möglichkeit an, den Support bis 2023 zu verlängern, aber letztlich bleibt auch das nur eine kurzfristige (und in vielen Fällen kurzsichtige) Verschiebung des Unvermeidlichen.

Es besteht also höchster Handlungsbedarf. Und wie fast immer im Leben stehen gleich mehrere Optionen offen, die wir im Folgenden kurz vorstellen wollen.

1. Dennoch einfach weitermachen wie bisher
PCs mit Windows 7 funktionieren natürlich auch nach dem Stichtag auf den ersten Blick genauso  wie vorher, und vielleicht mag der ein oder andere das Ausbleiben der ebenso regelmäßigen wie lästigen Updates sogar als ganz angenehm empfinden – aber im Verborgenen öffnen sich potenziellen Angreifern im Lauf der Zeit mehr und mehr Einfallstore, die im Extremfall die gesamte Existenz eines Unternehmens bedrohen können. Keine gute Idee also.

2. Die kostenpflichtige Supportverlängerung
Zwar sind die nach Laufzeit gestaffelten Kosten nicht ganz so hoch wie seinerzeit bei der Supportverlängerung für Windows XP, aber je nach Anzahl der PCs können sie schon eine empfindliche Lücke in das IT-Budget reißen. Und wie schon erwähnt löst eine solche Maßnahme das Problem nicht, sondern verschiebt es nur kurzfristig in die nahe Zukunft.

3. Es vielleicht mal doch mit Linux versuchen?
Linux ist in seinen verschiedenen Distributionen ganz ohne Zweifel ein hervorragendes Betriebssystem, welches es in vielerlei Hinsicht mit Windows oder MacOS aufnehmen kann. Ebenso ist die Anzahl der für Linux verfügbaren professionellen Programme in den meisten Anwendungskategorien durchaus befriedigend – aber: Die Migration eines ganzen Unternehmens oder größerer Teile desselben auf ein neues OS mit all den Schwierigkeiten, die das hard- und softwareseitig und vor allem seitens der Anwender mit sich bringt, macht diese Option wohl nur in seltenen Einzelfällen attraktiv.

4. Nun doch endlich auf Windows 10 upgraden
Selbst bei ernsthaften Inkompatibilitäten mit sonstigen im Unternehmen eingesetzten Softwarelösungen, die zunächst ausgemerzt werden müssten, ist dies wohl von den bisher genannten Möglichkeiten die empfehlenswerteste Option. Und da davon ausgegangen werden kann, dass die Microsoft Office-Versionen, die auf den Windows 7-Rechnern betrieben werden, ebenfalls schon stark angegraut sind, wäre das zudem ein idealer Zeitpunkt, Nägel mit Köpfen zu machen und gleich den gesamten Microsoft Desktop auf den aktuellen Stand zu bringen. Wenn da nicht ein Punkt wäre, der möglicherweise doch etwas heftigere Kopfschmerzen verursachen kann: die Kosten. Denn die erreichen pro Lizenz der Microsoft Professional Desktop Suite leider einen vierstelligen Betrag.  Doch da es gibt dankenswerterweise ja noch eine weitere Option ...

5. Ein Upgrade mit rechtskonformer Gebrauchtsoftware
Und hier wären wir dann wohl beim Königsweg angelangt: Zu einem Bruchteil der für eine Erstlizenzierung anfallenden Kosten können Unternehmen ohne jedwede funktionale oder rechtliche Einschränkungen ihre in die Jahre gekommenen Windows- und Office-Versionen auf einen Stand bringen, der ihnen auf Jahre hinaus Sicherheitsupdates und den vollen Herstellersupport garantiert. Wieviel günstiger ein solches Vorgehen ist und was Unternehmen, die sich für diese attraktive Möglichkeit interessieren, jetzt tun sollten, das erfahren Sie hier

Bildnachweis Titelbild: © pixabay

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