Aktuelles Das Windows 7 Support-Ende und der Push in die Cloud

23. Oktober 2019 – Katrin Luther
Einzige Alternative Cloud?

Je näher das reguläre Support-Ende für Windows 7 rückt, umso heftiger rauscht es im Blätterwald der einschlägigen Medien. Vertreter der unterschiedlichsten Interessengruppen melden sich zu Wort und versuchen, Unternehmen, die immer noch auf diese mittlerweile stark in die Jahre gekommene Version des weltweit dominierenden Betriebssystems setzen, in ihrem Sinne zu beeinflussen.

An vorderster Front dabei ist natürlich der Hersteller selbst, Microsoft. Für den Redmonder Softwaregiganten ist das selbst gesetzte Ablaufdatum ein gerne und immer wieder genutzter Anlass, sein lukratives Cloud Business voranzutreiben und Unternehmen den Wechsel von einer On-premises Lösung hin zu einem Mietmodell nahezulegen. Eigens zu diesem Zweck eingerichtete „Fast Track“-Programme sollen dabei für einen reibungslosen Wechsel sorgen.

Dass Stimmen, die den vollständigen Umzug in die Cloud aufgrund der entstehenden Abhängigkeiten und drohenden Kostenfallen etwas kritischer sehen, seitens Microsoft nur sehr bedingt auf Gegenliebe stoßen, wird also kaum überraschen. So war unlängst im Online-Angebot der IT Business News von einem Microsoft-Vertreter zu lesen, dass kostengünstige Alternativen wie der Einsatz gebrauchter Windows 10- und Microsoft Office-Lizenzen im Rahmen sogenannter hybrider Lizenzierungsmodelle „langfristig (…) keine effiziente Lösung (seien).“

Abgesehen davon, dass dem Statement keine weitere Erklärung folgte, sondern nur auf eine nicht weiter umrissene „IT-Zukunft“ verwiesen wurde, scheinen sehr viele Unternehmen aus allen Branchen und Ländern dieser Argumentation nicht recht folgen zu wollen, wie wir von Relicense aus unserem Vertriebsalltag bestätigen können.

Ob Schweizer Banken, international tätige Industriekonzerne oder führende Unternehmen aus dem Healthcare-Sektor – die Zahl derer, die den Einsatz von Cloud- und (gebrauchten) On-Premises Lizenzen im Sinne kostenoptimierten Wirtschaftens sehr genau austarieren, ohne dabei auch nur den leisesten Zweifel an der langfristigen Effizienz eines solchen Lösung zu hegen, wird täglich größer.

Dass also „hybride IT-Modelle (nur) punktuell für den Moment (…)“ eine Lösung seien, wird in der betrieblichen Praxis also offensichtlich etwas anders gesehen.

Bildnachweis Titelbild: © Simon Steinberger/Pixabay

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